Tag der offenen Tür, Führung, Film, Lesung, Podium & Konzert zur 27. Museumsnacht in Gera: „Punk & Subversion?!“
Zur 27. Geraer Museumsnacht haben die Geraer Museen eine Nacht lang geöffnet. Unser Haus kann von 15-23 Uhr besucht werden. Es stehen Getränke und Snacks bereit.
Offizielle Tickets für die anderen Häuser gibt es in städtichen Museen, Gera Info und im Kultur- und Kongresszentrum.
Ort: Gedenkstätte Amthordurchgang,
Amthordurchgang 9, 07545 Gera
Eintritt frei
15:30-17:00 Uhr
Führung durch die Dauer- und Sonderausstellung „Das waren die 80er. Utopie, Opposition & Repression“
mit Jörg Gerisch (Mitarbeiter der Gedenkstätte Amthordurchgang) in Begleitung von Zeitzeug:innen aus den 1980er Jahren
Erzählt wird in der Dauerausstellung die wechselvolle Geschichte des Hauses über fünf Systeme hinweg. Im einstigen Gefängnisbau saßen ab der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 bis zum Ende der DDR 1989 überwiegend aus politischen Gründen inhaftierte Personen ein. Zweiter Bestandteil der Führung ist die Sonderausstellung „Das waren die 80er. Utopie, Opposition & Repression“. Sie zeigt jene Menschen, die sich in Gera der 1980er Jahre mit den gegebenen Verhältnissen nicht abfinden wollen, ihre Utopien, Träume und Sehnsüchte.
17:15-19:15 Uhr
Dokumentarfilm „Flüstern und Schreien“
Dieter Schumann präsentiert im Film ein neues Lebensgefühl der jungen Generation, die mit Hilfe der Rockmusik ihre Lebenseinstellung und Abneigung gegenüber dem Leben der Eltern zum Ausdruck bringt.
Der 1988 gedrehte Film ist ein Roadmovie. Er vermittelt einen Einblick in die DDR-Musikszene mit so bekannten Gruppen wie Feeling B, Silly, Sandow etc. Der Regisseur begleitet sie auf ihren Konzerttourneen quer durch ein Land, das sich im Aufruhr befindet.
19:30-21:00 Uhr
Lesung mit Podium „Subversion & Subkultur: Was wollte (DDR-) Punk und was kann Punk heute?“
Moderation: Rike Schreiber (Mitarbeiterin der Gedenkstätte Amthordurchgang)
Laut. Bunt. Dagegen. Nicht auf Linie. Und eigentlich gar nicht politisch. Oder doch? Viele parallele Erzählungen ranken sich bis heute um eine Erscheinung der späten DDR: Punkrock im Osten! Doch welchen Platz haben sie sich erkämpft, die Punks der DDR – ein kurzes Aufbäumen wird zum platten Mythos?
In einer Punkrock-Lesung zwischen gestern und heute fragen wir: Wie viel Punk und DIY braucht es heute, um Gesellschaft und Verhältnisse zu kritisieren? Gelesen wird aus deutschsprachigen und Ost-Punk-Texten von und mit Zeitzeug:innen unterschiedlicher (Punk-)Generationen.
Mit dabei: Mike (Ugly Hurons), Inge (Verbrannte Erde) & Marcel (Ulrike am Nagel).
21:30 bis 22:30 Uhr