Gedenken im öffentlichen Raum

Als Aufarbeitungsinitiative, die sich mit beiden deutschen Diktaturen beschäftigt, ist es uns ein dringendes Anliegen, an die Opfer politischer Gewaltherrschaft, insbesondere an die Gefangenen in der Haftanstalt Amthordurchgang in Gera zu erinnern. Die Gedenk- und Begegnungsstätte und die Projekte für das Gedenken im öffentlichen Raum bilden bei der historischen Aufarbeitung zur Förderung von Erinnerungskultur, Demokratiebewusstsein und Zivilcourage eine unverzichtbare Einheit. Der Verein Gedenkstätte Amthordurchgang bedankt sich bei all denen, die dieses Vorhaben finanziell, mit Sachleistungen und auch ideell unterstützt und begleitet haben.

Treppenaufgang in Gebäude mit dunklen Stufen, weißem Geländer, heller Wand und Oberlicht

November 2005

Die Gestaltung des Treppenhauses in der Gedenkstätte übernahmen die Künstler Tilmann Stachat und Martin Neubert.

Bronzeplakette an Pflastersteinen mit Text zur Erinnerung an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in Gera

Juni 2006

Eine Gedenktafel in Erinnerung an den Volksaufstand am 17. Juni 1953 wurde gemeinsam mit der Stadt Gera an der Ecke Rudolf-Diener-Straße/Amthorstraße installiert.

Kunstinstallation aus Metallstreben in menschlicher Form auf schwarzem Hintergrund in Gedenkstätte

April 2007

Das Denkmal für die Opfer politischer Gewaltherrschaft von Matthias von Hintzenstern wurde gemeinsam mit der Stadt Gera in der Rudolf-Diener-Straße errichtet. Das Denkmal ist so aufgebaut, dass Passanten im Vorübergehen die Illusion haben, die Silhouette bewege sich. Es entsteht eine Interaktion zwischen Passanten und Kunstwerk – Kunst in Augenhöhe, die zur Begegnung und Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft anregen soll.