Gespräche mit Zeitzeug*innen

zu unterschiedlichen Themen

Die Angebote richten sich an Schüler*innen ab Klassenstufe 9 aller Schularten (besonders für die Fächer Gemeinschaftskunde, Geschichte, Ethik, Religion) und an Erwachsene aller Altersklassen.

Bei Bedarf können auch Zeitzeug*innen an Schulen vermittelt werden.

In Planung ist ein Online-Angebot, dass Zeitzeug*innen von zuhause aus und Schüler*innen im Klassenzimmer zusammenbringt. Die Gedenkstätte übernimmt hier die Koordination, unterstützt die Zeitzeug*innen bei der technischen Umsetzung und moderiert (bei Bedarf) das Gespräch zwischen den Generationen.

Zeitdauer:  2 Stunden (mit Führung 3 Stunden)

Günther Rehbein

„Zwangsarbeit im Gulag“

Der in Gera geborene Günther Rehbein wurde 1952 und 1968 inhaftiert. Aufgrund von kritischen Äußerungen zu den Demontagen der sowjetischen Besatzungsmacht denunziert, wurde er wegen vermeintlicher Spionage und antisowjetischer Hetze, ohne fairen Gerichtsprozess, vom sowjetischen Militärtribunal zu 25 Jahren Arbeitslager Workuta (Zwangsarbeitslager des Gulag für politisch Verfolgte und Kriegsgefangene in der Sowjetunion) verurteilt; 5 Jahre musste er verbüßen. Nach der Haftentlassung war er zum Schweigen verurteilt; die Repressalien der Stasi gegen ihn rissen nicht ab. 1968 kam er erneut in Haft, verbüßte diese als „Krimineller“ in Bautzen und im Haftarbeitslager „Schwarze Pumpe“.

Günter Rehbein berichtet in seinem Vortrag anschaulich von seinen Erinnerungen und den Folgen der doppelten Inhaftierung für sein gesamtes Leben.

Weitere Zeitzeug*innen / Themen

Baldur Haase: Haft in der DDR; Flucht und Vertreibung 1945

Brigitta Große: Alltag im NS und Zweiten Weltkrieg

Günter Kuhne: Krieg und sowjetische Kriegsgefangenschaft