Rechtsruck im Osten, Verzagtheit im Westen. 35 Jahre nach der Einheit steht die deutsche Demokratie am Scheideweg: Stellen wir uns den Freiheitsaufgaben oder geben wir unsere Freiheit auf? Die Gedenkstätte Amthordurchgang lädt zusammen mit der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung zur Lesung von Marko Martin aus seinem neuen Buch: „Freiheitsaufgaben“ am 25. Februar 2026, 18 Uhr in die Kaiserwerke, Rudolf-Diener-Straße 4, 07545 Gera ein.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit: Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. Die Leiterin der Landeszentrale, Frau Dr. Franziska Wittau, übernimmt die Moderation.
Inhalt
Marko Martin blickt über den Tellerrand der innerdeutschen Debatten zu den großen europäischen Stimmen wie Manès Sperber und André Glucksmann. Ein mitreißender Appell gegen die Lockrufe nach autokratischer Entmündigung und für eine kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit.
Als gebürtiger Sachse, als Kriegsdienstverweigerer noch vor dem Mauerfall ausgereist, ist Marko Martin in Ost und West sozialisiert. Aus dieser besonderen Position hat er, als einer der wenigen, einen Blick für die Ausreden und Scheinheiligkeiten auf beiden Seiten. Seine Rede im November 2024 in Schloß Bellevue zum Jahrestag des Mauerfalls ging viral. Zugewandt und weltläufig ermutigt uns Marko Martin, unser Verständnis von Freiheit zu überprüfen. Zu stark ist das Missverständnis vieler, diese bedeute automatisch Glück. Doch Freiheit heißt Verantwortung und ist nach Manés Sperber „die kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit“. Könnte nicht gerade daraus so etwas wie Glück entstehen?
Zum Autor
Marko Martin (geb. 1970) lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen, darunter literarische Tagebücher zu Tel Aviv, Havanna und Hongkong, zählen die Erzählbände „Schlafenden Hunde“, „Die Nacht von San Salvador“ und der Essayband „Dissidentisches Denken“ sowie als dessen Fortsetzung „Brauchen wir Ketzer? Stimmen gegen die Macht“