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Gesichter der Wismut

Ein Schüler:innen-Zeitzeug:innen-Projekt zum Uranabbau in der DDR und seinen Folgen

Noch immer sind die Städte Gera und Ronneburg, sowie die umliegenden Dörfer geprägt von der Geschichte des Uranabbaus. Egal ob man alte Schachtanlagen, Straßennamen, Wohnarchitektur, individuelle Familienbiografien oder Erinnerungen und Traditionen in den Blick nimmt: Die Wismut hatte viele Gesichter, die sich uns auch heute in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Zusammenhängen zeigen!

Zwei Plattformen für den Austausch zwischen Generationen

Zwischen 2022 und 2024 haben Geraer Schülerinnen und Schüler des Osterlandgymnasiums und angehende gestaltungstechnischen Assistent:innen an den Semperschulen eine Wanderausstellung und ein digitales Archiv entwickelt.  In Recherchen, Interviews und zahlreichen Gesprächen mit Expert:innen und Zeitzeug:innen haben sie Alltagsgeschichte der Wismut aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet.

1. Die Wanderausstellung

Die Objekte und Lebensgeschichten haben mit der Wanderausstellung und dem digitalen Zeitzeug:innenarchiv eine erweiterbare Grundlage gelegt. Bis zum Dezember 2024 stand die Ausstellung in der Gedenkstätte Amthordurchgang in Gera und kann nun entliehen werden. Auf dieser Basis sollen mit begleitenden Veranstaltungen weitere Geschichten geborgen werden.
Die Ausstellung ist niedrigschwellig und einführend und richten sich sowohl an Jugendliche und junge Erwachsene als auch die Eltern- und Großelterngeneration, um weiterhin in einen Austausch zu treten, welche Blicke auf die Region Ostthüringen unser Verständnis von Politik, Wirtschaft, Zusammenleben und Gemeinschaft bis heute bestimmen.

Standorte 2026 – Preview

Januar bis April 2026 – Burg Posterstein, Thüringen
April bis August 2026 – Haus des Gastes, Zinnowitz
September 2026 bis März 2027 – LWL-Museum Zeche Nachtigall, Witten
Wenn Sie die Ausstellung in Ihren Ort oder Ihre Institution bringen möchten, melden Sie sich bei r.schreiber[at]torhaus-gera.de

2. Workshops zur Alltagsgeschichte und den Folgen des DDR-Uranabbaus

Für SchülerInnen und Schüler aller Schulformen ab Klasse 8 bieten wir weiterhin Workshops, Haldenbegehungen, Zeitzeug:innengespräche, Filmscreenings oder Ausflüge zum Thema Uranabbau, SDAG Wismut, Kalter Krieg und Strukturwandel an.
Wir bieten Module an von (Halb-)Tagesworkshop über Projektwochen, Seminarfachvertiefungen und Klassenfahrt. Kontaktieren Sie dafür die Projektkoordinatorin r.schreiber[at]torhaus-gera.de
Auch für die Erwachsenenbildung zum DDR-Uranabbau finden Sie dort Unterstützung.

Wie geht es weiter? Was vom Yellow Cake übrig blieb

Sie waren oder sind noch selbst bei der Wismut tätig? Oder Ihr seid in einer Wismut-Familie aufgewachsen?
Wir sammeln im Projekt “Was vom Yellow Cake übrig blieb” weiter persönlichen Erfahrungen, Ihre positiven und negativen Erinnerungen, Geschichten über den Alltag sowie ihren Rückblick auf das, was die Wismut technisch-wirtschaftlich, kulturell, politisch und zwischenmenschlich für Ihr Leben und die Region bedeutet hat.