Neues aus der Gedenkstätte Amthordurchgang // September 2026

Liebe Freund:innen und Förder:innen der Gedenkstätte Amthordurchgang,

wir freuen uns, Ihnen unseren ersten Newsletter zu präsentieren. Wir werden zukünftig regelmäßig einen Ausblick über kommende Veranstaltungen, wichtige Belange der Gedenkstätte und weitere interessante Themen geben.

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1. Aktuelles

Jetzt Veranstaltungs- und Ausstellungsübersicht sichern

Programm für das 2. Halbjahr 2026 verfügbar

Auf unserer Webseite oder im Faltblatt finden Sie nun die Veranstaltungen und Ausstellungen für die kommenden Monate. Das Programm gibt es, wie üblich, bei uns im Haus, außen in der Flyerbox sowie an zahlreichen Ablageorten der Stadt.

 

Kindheit im Wochenheim

Film & Gespräch „Wenn Mutti früh zur Arbeit geht“

Im Rahmen der DOKfilmwochen des METROPOL Kino Gera zeigen wir den Film „Wenn Mutti früh zur Arbeit geht“ am 15. September 2026. Anschließend wird Gedenkstätten-Vorsitzender Frank Karbstein mit Regisseurin und Autorin Amina Gusner u.a. über Ihre Arbeit und die Dokumentation sprechen.

Nach dem Tod der Großmutter kommen Mutter und Tochter nach Jahren wieder zusammen und sprechen erstmals über die frühe Kindheit der Tochter im Wochenheim. Die DDR ermöglicht die „Gleichberechtigung“ der Frauen durch die Einrichtung von Wochenheimen, in denen Kinder bis zum sechsten Lebensjahr betreut werden. Dieses Kapitel der DDR-Geschichte wurde nie aufgearbeitet. Der Film „Wenn Mutti früh zur Arbeit geht“ mit autobiografischen Zügen der Regisseurin soll ein Anfang sein.

 

Erinnerungskultur in der DDR

Vortrag „Shoa und die DDR“ mit Alexander Walther

Am 30. September 2026 laden wir herzlich zum Vortrag „Die Shoah und die DDR“ von und mit Alexander Walther ein die Kaiserwerke ein. In der DDR war die Geschichte ein streng reguliertes Feld. Auch der staatlich forcierte Antifaschismus ließ, so die Annahme, kaum Spielräume für abweichende Narrative.

  • Wann: Mittwoch, 30. September, 18 Uhr
  • Wo: Kaiserwerke Gera, Rudolf-Diener-Str. 4, 07545 Gera
  • Eintritt: frei

Alexander Walther betrachtet in seinem neuesten Buch „Die Shoah und die DDR“ mit differenziertem Blick die Erinnerungskultur in der DDR und wirft Fragen auf: Wie konnten jüdische Verfolgungserfahrungen und antifaschistische Überzeugungen unter staatssozialistischen Vorzeichen verhandelt und artikuliert werden? Welche Rolle spielten jüdische Überlebende in der DDR in der kulturellen Auseinandersetzung mit der Shoah und dem Nationalsozialismus? In seinem Vortrag geht der Historiker Dr. Alexander Walther diesen Fragen nach.

 

Verlängert bis Mitte Oktober

„Das waren die 80er. Utopie, Opposition & Repression“

Noch bis zum 31. August kann die Sonderausstellung „Das waren die 80er. Utopie, Opposition & Repression“ im Rahmen der Öffnungszeiten bei uns im Haus der Gedenkstätte besucht werden. Weitere Informationen gibt es auf unserer Webseite: https://torhaus-gera.de/80er

  • Wann: zu unseren Öffnungszeiten (Di, Do, Sa, So, je 14-18 Uhr) oder nach Vereinbarung
  • Wo: Gedenkstätte Amthordurchgang, Amthordurchgang 9, 07545 Gera
  • Eintritt: frei

 

2. Kommendes

Ausführliche Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie unter www.torhaus-gera.de sowie Instagram: @gedenkstaette_amthordurchgang und Facebook: @torhaus.gera

 

Sonntag, 13. September, 14-18 Uhr

Tag des offenen Denkmals

Zum bundesweiten Aktionstag wird auch unser Haus geöffnet sein. Kommen Sie gern vorbei.

 

Neuer Themenschwerpunkt

Wochenkrippen in Gera

Wochenkrippen waren in der DDR allgegenwärtig. Damit junge Mütter zeitnah nach der Geburt wieder arbeiten gehen konnten, um die Wirtschaftsleistung anzukurbeln oder aber auch wegen der Weiterbildung der Mütter, wurden Kinder im Alter von null bis drei Jahren von montags bis freitags in den sogenannten Wochenkrippen abgegeben. Diese Unterbringungsform erhöhte allerdings das Risiko für Entwicklungsverzögerungen, häufigere Krankheit und letztlich auch für Spätfolgen wie Depressionen oder Bindungsstörungen. Auch in der damaligen Bezirksstadt Gera gab es viele Wochenkrippen, wodurch das Thema auch hier von Relevanz ist.

Kommendes / Newsletter Gedenkstätte Amthordurchgang 09/26

Eine umfangreiche Ausstellung mit unterschiedlichen Blickwinkeln wird ab dem 7. Oktober 2026 in der Amthorpassage zu sehen sein. Dafür erarbeitet die Gedenkstätte Amthordurchgang aktuell Inhalte in Kooperation mit der Wissenschaftlerin Heike Liebsch. Außerdem steuern zahlreichen Künstler:innen, welche selbst ehemalige Wochenkrippenkinder sind, vielfältige Kunstwerke als Selbstaussagen bei. Die Gedenkstätte selbst erstellt unter Leitung von Mitarbeiter Dr. Benjamin Eckel zudem eine Publikation zum Thema Geraer Wochenkrippen, welche zur Ausstellungseröffnung verfügbar sein wird.

Termine & Veranstaltungen:

 

3. Gedenkstätte

Schon gehört? Jetzt auch sonntags geöffnet

Die Gedenkstätte hat seit geraumer Zeit nun auch sonntags geöffnet. Dank der beiden fleißigen Bundesfreiwilligen Manuela Bettche und Karl-Heinz Eckel, konnten wir nun auch einen weiteren Tag in der Woche das Haus öffnen.

 

Bücher kostenfrei abzugeben

Unsere geschätzte Bundesfreiwillige Manuela Bettche überarbeitet zudem unsere hauseigene Bibliothek. Dabei sind viele doppelte Bücher aufgetaucht, welche gern kostenfrei der Gedenkstätte mitgenommen werden können. Darüber hinaus stehen immer eigene Publikationen sowie Fachliteratur kostenlos zur Verfügung.